Dreh eine ältere Pokémon-Karte um, und du siehst sie oft sofort: kleine weiße Stellen an den Kanten und Ecken der blauen Rückseite. Sammler nennen das „Whitening“. Es ist einer der wichtigsten Gründe, warum Karten beim Grading Punkte verlieren.
Was Whitening ist
Die farbige Druckschicht auf der Rückseite ist hauchdünn. Durch Mischen, Reiben in Hüllen oder Stöße wird sie an den Kanten abgetragen, und darunter kommt der helle Papierkern zum Vorschein. Es handelt sich also nicht um Schmutz, sondern um fehlende Farbe.
Kann man es entfernen?
Ehrlich gesagt: nein. Was abgerieben ist, lässt sich nur übermalen oder einfärben. Genau das sehen Grading-Firmen als Manipulation. PSA führt in seinen Standards unter „N3 Evidence of Recoloration“ künstlich verbesserte Farben auf. Wer übermalte Karten als unbearbeitet verkauft, riskiert außerdem Ärger mit dem Käufer.
Was du tun kannst
- Vorbeugen: Wertvolle Karten nicht mischen, sondern direkt in eine Hülle und einen Toploader stecken.
- Richtig einschätzen: Leichtes Whitening ist bei alten Karten normal und kein Grund, eine Karte abzuschreiben.
- Andere Mängel beheben: Eine Karte mit leichtem Whitening kann trotzdem von einer Reinigung profitieren, etwa bei Schmutz auf der Vorderseite.
Ich übermale grundsätzlich keine Kanten. Wenn du wissen willst, was bei deiner Karte sinnvoll ist, schick mir Fotos.

